2018-12-23 10:02

Ausverkauf der Heimat

Markus Somm über die ABB, die sich häutet und zerlegt.

Nachdem die Aktionärsaktivisten des schwedischen Fonds Cevian jahrelang gedrängt und gemüdet hatten, sah die ­Führung der ABB keinen Ausweg mehr und gab nach. Am Montag wurde bekannt, dass die schweizerisch-schwedische Firma ihre Stromnetzsparte an den japanischen Konzern Hitachi verkaufen möchte – genau so, wie das Cevian verlangt hatte. Am Ende dürfte ABB dafür über 7 Milliarden Dollar ­lösen, doch weil das Management offenbar keine Ahnung hat, was es mit dem vielen Geld an Intelligentem unternehmen könnte, soll dieses an die Aktionäre zurückfliessen. Selten hat ein Manager seine Kapitulation so schöngeredet wie Ulrich Spiesshofer, der glücklose Chef von ABB.