2019-08-21 12:21

Der FCB soll schnell wieder verkauft werden

Einspruch

Präsident Bernhard Burgener vernichtet das Eigenkapital des Vereins, das die vorherige Führung aufgebaut hat.

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  • Patrick Kaiser

Dass der FC Basel kein Spitzenclub mehr ist, haben wohl so ziemlich alle Fans erkannt. Und auch, dass das Konzept von Bernhard Burgener nicht aufgeht, ist mittlerweile sicherlich auch allen bewusst (leider haben wohl ganz viele Mitglieder bei der Vorstellung des damaligen Konzepts nicht recht zugehört). Was in Barcelona, Mailand, London, Paris oder München nicht der Fall ist, kann auch in Basel nicht funktionieren. Nur mit dem eigenen Nachwuchs an der Spitze zu stehen, ist eine naive Vorstellung.

Ob Basel langfristig nur noch die zweite Geige in der Schweiz spielen soll, ist für den Fussballfan in Basel nur schwer vorstellbar. Dies aber ist die Konklusion der Vereinsführung von Bernhard Burgener. Seine Ziele sind auch nach zwei Jahren nur zu erahnen. Das eigene Hemd ist ihm dabei sicher näher, als erfolgreichen Fussball in Basel zu ermöglichen. Dies findet jedoch leider auf Kosten des Fussballs in Basel, auf Kosten der Fans und auf Kosten eines Identitätsmerkmals von Basel statt. Ein starkes Stück! Nicht genug: Es wird Eigenkapital des FC Basel vernichtet. Eigenkapital, das die erfolgreiche Vereinsführung unter Bernhard Heusler erwirtschaftet hat.

Obschon vielleicht die Ära Heusler den Kostenblock etwas stark ausgebaut hat und dies unter den neuen Voraussetzungen, die sich den Schweizer Clubs präsentieren (Qualifikation Champions League oder Europa League), sowieso hätte reduziert werden müssen. Um nicht weiteres Kapital zu vernichten, oder nur zum Teil, werden nun noch die letzten gewinnbringenden Fussballer wie Ajeti verkauft. Der nächste wird wohl bald Omlin sein. Dafür stehen in der Mannschaft Fussballer, die allenfalls Schweizer Durchschnitt darstellen. Dafür wurde in Indien investiert. Wohl kaum, um den FC Basel sportlich zu stärken.

Die Sponsoren sind sicherlich auch bereits ob dieser Inkompetenz verunsichert. Wie lange dauert es wohl noch, bis einer der grossen Sponsoren genug vom FCB hat? Die Lösung: Burgener hat den FCB für ein Schnäppchen erstanden. Zu einem Bruchteil des damals bestehenden Eigenkapitals. Und er hat sich brutal übernommen – finanziell, sportlich und führungsmässig. Es wäre Ostern, Geburtstag und Weihnachten zusammen für die Basler Fussballfans, würde er den FCB auch wiederum zum gleichen Schnäppchen wieder verkaufen. Und zwar so rasch wie möglich an kompetente Persönlich­keiten aus Basel. Wir hätten dann in zwei bis drei Jahren wieder einen Spitzenclub.