2016-06-16 16:10

Baselbieter Polizei 2.0

Weil der Papierkram viel Zeit frisst, werden die Baselbieter Polizisten nun mit Smartphones und Laptop ausgerüstet. So sollen sie mehr Zeit für die Verbrecherjagd haben.

Polizisten im Baselbiet wird man künftig häufiger am Tippen von Texten auf Laptops sehen, so wie diesen Beamten aus dem Kanton Tessin.

Polizisten im Baselbiet wird man künftig häufiger am Tippen von Texten auf Laptops sehen, so wie diesen Beamten aus dem Kanton Tessin.

(Bild: Keystone)

Die Baselbieter Polizei wird mit Smartphones und neuen flexiblen Laptops samt vernetzten Kommunikationsprogrammen ausgestattet. Der Landrat hat am Donnerstag einstimmig knapp fünf Millionen Franken dafür verabschiedet.

Die neuen Kommunikationsmittel sollen den Zeitaufwand für den Papierkram deutlich reduzieren. Die Polizei soll so mehr auf der Strasse präsent sein. Die mobile Datenerfassung und -abfrage soll die Sicherheit verbessern. Auch höhere Aufklärungsraten stellte die Regierung in Aussicht.

Pilotbetrieb ab 2017

Loslegen soll die Baselbieter Polizei 2017 mit neuen iPhones als erstem Schritt. Auch sollen dann Rapportierung und Journal neu aufgegleist werden. Im selben Jahr ist ein Pilotbetrieb vorgesehen für den Ersatz der Tischcomputer durch Laptops mit abnehmbarer Tastatur. Die flächendeckende Umstellung ist 2018 geplant.

Für die Realisierung hat der Landrat nun 4,99 Millionen Franken beschlossen. Die Regierung rechnet zudem mit wiederkehrenden Kosten von 1,06 Millionen Franken, wie der Landratsvorlage zu entnehmen ist. Fast ein Drittel davon entfallen auf Abonnemente.

Die Effizienzsteigerung mit dem Technologiesprung wird derweil auf rund 7300 Arbeitsstunden beziffert. Vorausgegangen ist dem Projekt eine Bachelorarbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz, in deren Rahmen 2013 auch die Mitarbeitenden-Bedürfnisse der Baselbieter Polizei und der Stand bei anderen Polizeikorps erhoben worden war.

amu/sda