2013-09-12 17:20

Baselbieter Raser droht Gefängnis

Ein 25-jähriger Italiener raste mit 164 km/h durch den Schänzlitunnel. Nun muss er sich als erster nach den schärferen Rasergesetzen vor Gericht verantworten.

Zwei Mal hat die Baselbieter Polizei seit Anfang Jahr gesetzlich definierte Raser erwischt. Der erste muss nun vor Gericht.

Zwei Mal hat die Baselbieter Polizei seit Anfang Jahr gesetzlich definierte Raser erwischt. Der erste muss nun vor Gericht.

(Bild: Keystone)

  • Jonas Hoskyn

Einem 25-jährigen Italiener aus der Region droht eine Haftstrafe wegen Rasens. Er ist der erste Fall im Kanton, der nach den neuen verschärften Gesetzgebung «Via sicura» angeklagt wird. Die Anklage wurde nun an das Strafgericht überwiesen. Der Mann war am 14. Februar kurz nach 21 Uhr auf der kantonalen Autobahn H18 bei Muttenz mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Die Nachfahrmessung einer zivilen Polizeipatrouille ergab eine Durchschnittgeschwindigkeit von 164 km/h. Dies in einem mit Tempo 80 signalisierten Bereich. Erschwerend dazu kommt, dass der Italiener im Schänzlitunnel ein Rechtsüberholmanöver durchführte und dabei zweimal den Fahrstreifen wechselte ohne den Blinker zu betätigen.

Noch ein zweites Verfahren hängig

Denn neben überhöhter Geschwindigkeit fallen auch gefährliche Überholmanöver und Autorennen unter das neue Rasergesetz. Die Mindeststrafe beträgt ein Jahr. Das Verfahren hat sich in die Länge gezogen, weil der Raser gegen die Beschlagnahme seines Autos erfolglos beim Kantonsgericht Beschwerde eingelegt hatte. Dieses wurde zusammen mit seinem Führerschein noch vor Ort konfisziert.

Im Baselbiet läuft noch gegen einen weiteren mutmasslichen Raser ein Verfahren. Der Verdächtige, ein 28-jähriger Deutscher, bestreitet allerdings, dass er hinter dem Steuer sass, als sein Luxuswagen am 22. Februar mit 124 km/h in Thürnen innerorts geblitzt wurde.

baz.ch/Newsnet