2017-07-09 21:51

Red Bull macht sich zum Gespött

Der Energydrinkhersteller betont stets, die Teams aus Leipzig und Salzburg seinen völlig unabhängig voneinander. Die jüngste Trikotpräsentation führt das ad absurdum.

Salzburg oder Leipzig – wer erkennt den Unterschied? (Bild: Twitter)

Salzburg oder Leipzig – wer erkennt den Unterschied? (Bild: Twitter)

Kaum eine Firma investiert so viel Zeit, Geld und Mühe in ihre Marketinganstrengungen wie Red Bull. Und doch kommt es immer wieder zu peinlichen Pannen. Nachdem Andreas Ulmer von Red Bull Salzburg in der Champions-League-Qualifikation 2016/17 versehentlich eine Halbzeit lang in einem Trikot des Leipziger Schwestervereins gespielt hatte, sorgen nun die Trikotpräsentationen der beiden Teams für Stirnrunzeln: Die Jerseys von Salzburg und Leipzig sind nämlich bis auf das Wappen identisch.

Auf Twitter kursieren bereits scherzhafte Trikotvergleiche, die beide Shirts nebeneinander zeigen – und auch die deutschen Medien nahmen die Panne freudig auf. «Die eher unglückliche Trikot-Auswahl der Red-Bull-Clubs», titelt etwa die «Welt». Selbst wenn die Aktion für die Uefa-Untersuchungen keine Relevanz haben sollte, sei sie Wasser auf die Mühlen aller Kritker des Red-Bull-Fussballprojekts.

Am 20. Juni hatte die Uefa in einem Gutachten geschrieben, dass «keine natürliche oder juristische Person mehr entscheidenden Einfluss auf mehr als einen an einem Uefa-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein hat.» Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und seinem Unternehmen wird aber genau das immer wieder vorgeworfen.

ak