2018-01-16 10:33

«Kritik am Islam sollte keine Grenzen kennen»

Der britische Autor Kenan Malik über staatlich propagierten Multikulturalismus, den Triumph der Identitätspolitik, das rassistische England seiner Jugend und die Probleme der Linken mit der Redefreiheit.

«Wenn freie Rede nicht auch für politische oder religiöse Fanatiker gilt, ist sie keine freie Rede», sagt Kenan Malik. Im Bild: Islamisten demonstrieren in London für die Einführung der Scharia (Dezember 2013).

(Bild: Reuters)

In England gilt Kenan Malik bereits seit Jahrzehnten als renommierter Kommentator zu Fragen von Einwanderung, Ethnie, Identität und Religion; Beiträge von ihm sind unter anderem im Sunday Telegraph, im Guardian und in der Financial Times erschienen. Malik, geboren 1960 in Indien und aufgewachsen in Manchester, studierte Geschichte, Wissenschaftsphilosophie und Neurobiologie in London und lehrte später in Oxford und Cambridge.

«Die Wut machte mich zu einem politischen Menschen»: Kenan Malik (56) kritisiert linke Multikulturalisten und deren rechte Gegner.