2019-01-04 15:53

31-Jähriger stirbt nach Lawine in Davos

Zwei Personen wurden in Davos von Lawinen mitgerissen. Ein 37-jähriger Mann wurde dabei verletzt, ein weiterer getötet.

Ein Tourengänger hat die Lawine beim Flüelapass nicht überlebt.

Ein Tourengänger hat die Lawine beim Flüelapass nicht überlebt.

(Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Am Donnerstag sind in Davos zwei Lawinen niedergegangen. Wie die Kantonspolizei Graubünden in einer Mitteilung schreibt, wurden dabei zwei Personen verschüttet. Eine davon erlag ihren Verletzungen.

Die erste Lawine löste sich um 14 Uhr an der Winterlücke beim Flüela-Wisshorn, dabei wurde ein 31-jähriger Splitboardfahrer mitgerissen. Seine drei Tourenkollegen konnten ihn orten und vor dem Eintreffen der Rega aus einer Tiefe von mehr als zwei Metern aus dem Schnee bergen. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Verletzte ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen. Dort erlag er am Freitagmorgen seinen Verletzungen.

Kurz vor 14.30 Uhr löste sich in Davos-Wolfgang am Totalphorn eine weitere Lawine. Von dieser wurde ein Mitglied einer Fünfergruppe, ein 37-jähriger Snowboarder, erfasst. Eine Drittperson begann mit der Bergung des teilweise Verschütteten. Dann alarmierten Tourenkollegen des Verunfallten die Rettungskräfte und halfen bei der Bergung. Der Snowboarder zog sich eine Oberschenkelfraktur zu. Die Rega flog ihn ins Spital nach Davos.

Im Norden und im Osten verbreitet erhebliche LawinengefahrDie Übersicht über die Lawinengefahr des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung vom Freitagmorgen, 4. Januar.

Ein Toter bei Lawine in Flums

In Flums SG wurde am Donnerstag ein 56-jähriger Skitourengänger verschüttet – er ist nach der Bergung im Spital verstorben. Der Mann war am Donnerstag gegen 14 Uhr zusammen mit einer Begleiterin im Gebiet Sässli im freien Gelände unterwegs gewesen. Bei der Abfahrt löste sich ein Schneebrett und riss den vorausfahrenden Mann mit. Die Begleiterin wurde von den Schneemassen nicht erfasst.

Die Frau alarmierte die Rettungskräfte, die sofort mit der Suche nach dem Verschütteten begannen. Beteiligt waren die Alpine Rettung Pizol, der Rettungsdienst Flumserberg, Alpinisten der Kantonspolizei, mehrere Lawinenhunde, die Rega, Swissheli und die Feuerwehr. Um 17.30 Uhr wurde der Verunfallte gefunden und geborgen. Nach dem Helikoptertransport ins Spital erlag er dort seinen Verletzungen, wie es in einem Communiqué heisst.

Im Skigebiet Flumserberg lagen am Donnerstag auf 2000 Metern Höhe 65 Zentimeter Schnee, wie der Website des Skigebiets zu entnehmen war. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) hatte in dem Gebiet vor einer erheblichen Lawinengefahr gewarnt.

Skitourengänger auch in Uri von Lawine erfasst

Auch in Silenen UR sind zwei Skitourengänger mitgerissen worden. Ein Mann wurde teilweise und seine Begleiterin vollständig verschüttet. Die Lawine ging am Donnerstag kurz vor 14 Uhr im Gebiet Hoch Fulen/Griesstal/Rotgrad nieder, wie die Urner Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Sie habe eine Meldung von der Rega erhalten, wonach zwei Personen mitgerissen worden seien.

Der 55-jährige Mann konnte sich selbstständig aus den Schneemassen befreien. Er blieb unverletzt. Die Frau konnte durch ihren Begleiter und Drittpersonen geortet und aus der Lawine befreit werden. Die Rega flog die verletzte 43-Jährige in ein ausserkantonales Spital.

sep