2019-02-06 09:27

Julie Zogg glänzt mit Gold

Nächste Medaille für die Schweiz: Julie Zogg wird an der Snowboard-WM in Park City Weltmeisterin.

Boaderin Julie Zogg sagt zu ihrem WM-Titel im Parallel-Riesenslalom: «Es ist unfassbar!» (Video: SRF)

Gestern sorgte Ladina Jenny mit ihrem 3. Rang im Parallel-Riesenslalom an der Snowboard-WM in Park City (USA) bereits für ein Schweizer Highlight, heute doppelte Julie Zogg im Parallel-Slalom nach. Die 26-jährige Ostschweizerin gewann Gold. Den Final gewann sie gegen die Ukrainerin Annamari Dantsch.

Zehn Jahre ist es her, seit Fränzi Mägert-Kohli im südkoreanischen Gangwon WM-Gold im Parallel-Slalom gewann. Nun hat die Schweiz in Julie Zogg die nächste Weltmeisterin in dieser Disziplin. «Ich kann es noch gar nicht glauben», sagte die neue Weltmeisterin mit strahlendem Lachen im Zielraum in die Kameras des Schweizer Fernsehen. Zogg legte den Grundstein für ihren Erfolg bereits in der Qualifikation vom Dienstagmorgen. Sie beendete die Ausscheidung mit der viertschnellsten Zeit, was sie in den Finals in eine komfortable Situation brachte.

In ihren Duellen konnte Zogg jeweils auf dem schnelleren blauen Kurs starten, was ihr insbesondere im Viertelfinal-Duell gegen Teamkollegin Patrizia Kummer einen entscheidenden Vorteil verschafft hat. Auch im Final-Duell gegen die überraschende Ukrainerin Dantscha blieb Zogg auf dem blauen Kurs siegreich. Dass sie im Slalom gewinnen kann bewies Zogg bereits an der WM-Hauptprobe in Moskau. Im letzten Weltcup-Rennen vor den Titelkämpfen hatte sie ebenfalls bereits zuoberst gestanden.

Zogg überstrahlte in Park City ein starkes Schweizer Teamergebnis bei den Frauen: Mit Kummer, die Sechste wurde, Ladina Jenny (13.) und Nicole Baumgartner (15.) hatten es sämtliche Alpin-Snowboarderinnen von Swiss-Ski in die K.o.-Läufe geschafft.


Enttäuschung bei Caviezel und Galmarini

Nicht wie gewünscht lief es bei den Männern Dario Caviezel. Der 23-jährige Bündner, in der Qualifikation mit der zweitschnellsten Zeit überzeugt, musste sich im Achtelfinal nach einem zeitraubenden Fehler dem Österreicher Arvid Auner geschlagen geben.

Als Favorit auf den Titel gestartet, endeten die Weltmeisterschaften für Olympiasieger Nevin Galmarini in grosser Enttäuschung. Bereits am Dienstag im Parallel-Riesenslalom, seiner Paradedisziplin, war der 32-jährige Engadiner im zweiten Lauf der Qualifikation hängen geblieben. Im Parallel-Slalom die Qualifikation bereits nach dem dritten Tor gelaufen. "Mein Rücken schmerzte einfach zu stark", kommentierte Galmarini seinen Rennabbruch.

sda