2019-02-19 13:55

Bernie Sanders will Trump aus dem Weissen Haus vertreiben

Der US-Senator hat erneut seine Kandidatur für die Präsidentschaft angekündigt. Trump nennt er «rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich».

Der parteilose Senator hatte sich bereits um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2016 beworben.

Der parteilose Senator hatte sich bereits um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2016 beworben.

(Bild: Keystone Andrew Harnik)

US-Senator Bernie Sanders will abermals für die Präsidentschaft kandidieren. Der 77-Jährige kündigte seine Bewerbung am Dienstag in einem Radiointerview an.

Den bevorstehenden Wahlkampf wolle er mit einem «Glauben an Gerechtigkeit, an Gemeinschaft, an Basispolitik» bestreiten, sagte der linksgerichtete Politiker. Sein Ziel sei es, den Republikaner Donald Trump aus dem Weissen Haus zu vertreiben. Sanders kritisierte den gegenwärtigen Amtsinhaber als «rassistisch, sexistisch, homophob und fremdenfeindlich».

Der parteilose Senator hatte sich bereits um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2016 beworben und dabei unerwartet stark gegen seine Mitbewerberin Hillary Clinton abgeschnitten. Diese setzte sich letztlich nach einem harten Vorwahlkampf als Kandidatin ihrer Partei durch, unterlag dann aber bei der Wahl dem Republikaner Trump.

Video: Bernie Sanders und der kleine Vogel

Bei einer Wahlkampfveranstaltung im März 2016 flog plötzlich ein Vogel auf das Rednerpult des Demokraten und löste Jubel aus. Video: Youtube

Ikone vor allem junger Wähler

Der linksgerichtete Senator Sanders war in der damaligen Wahlauseinandersetzung zu einer Art Ikone vor allem junger Wähler geworden. Viele seiner Anhänger sind überzeugt, dass er Trump bei der Wahl besiegt hätte. Allerdings gibt es in der Partei nun auch kritische Stimmen, die hinterfragen, ob die Demokraten wirklich mit einem weissen Mann Ende 70 bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten sollten.

Sanders ist parteilos, stimmt im Senat aber mit den Demokraten. Sich selbst bezeichnet er als demokratischen Sozialisten. Er tritt ein für mehr soziale Gerechtigkeit und präsentiert sich gerne als Kämpfer gegen die Macht von Grosskonzernen, Banken und Lobbyisten.

Der 77-Jährige vertritt den Bundesstaat Vermont. In den vergangenen Wochen hatten bereits eine ganze Reihe von Demokraten ihre Bewerbung für die Kandidatur der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl bekannt gegeben.

Die kommenden parteiinternen Vorwahlen der Demokraten beginnen Anfang 2020 in Iowa. Bei den Republikanern hat bislang nur Amtsinhaber Donald Trump erklärt, dass er wieder antreten wird.

nag/sda/afp